Kaffeeklatsch mit zweierlei Mini-Gugelhupf und einer prominenten [und bezaubernden] Testesserin

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Heute drücke ich euch allen erst einmal ein Tässchen Kaffee in die Hand. Zum einen, weil es noch ganz schön früh am Morgen ist (ja, für einen Journalisten ist 8 Uhr morgens ganz schön früh) und zum anderen, weil ihr ihn für unseren heutigen Post dringend benötigt. Denn: Heute gibt es Gugelhupf. Der Klassiker auf jeder Kaffeetafel. Von wegen, Gugelhupf ist old fashioned oder so! 
Nein, heute möchte ich einmal eine (riesengroße) Lanze brechen für diesen Traditionellsten aller Traditionellen, für den alles-am-besten-Könner unter den Alleskönnern, für den Variabelsten aller Variablen, für den Leckersten unter den Leckeren... ihr versteht schon, man könnte die Liste ewig fortführen. 

 Warum ich Gugelhupf so liebe? Ganz einfach weil er so unprätentiös ist. Er kennt keine Starallüren, man muss ihn vor dem Auftritt nicht mit Frosting oder Topping oder Peanutirgendwas oder Marshmallowgedöns aufbrezeln. Ihm reicht sanfter Puderzuckerschnee - ab und an badet er auch mal in einem sanften Schokoladenbad - eine Tasse Kaffee oder ein Glas Milch an seiner Seite, um mich anzustrahlen und mir leise ins Ohr zu raunen: Iss mich!


Und weil Gugelhupf so himmlisch lecker ist, gibt es heute gleich zweierlei davon. Und: Natürlich gehört zu einem perfekten Gugelhupf auch die perfekte Rezeptur. Und die perfekte Größe - und die ist es für mich immer dann, wenn der Kuchen genau so groß ist, dass man nach dem Essen kein schlechtes Gewissen hat. Also klein... so ein Ein-Haps-ist-der-im-Mund klein. Oder: Ach, einer-geht-schon-noch klein. Inspirationen habe ich mir dabei von dem Buch Feine Gugl geholt.

Weil ich mich nicht zwischen Schoko und Vanille entscheiden wollte, und weil es in der Kombination schöner aussieht, habe ich eine Schoko- und eine Vanille-Variante gewählt. Beide aber mit frischen Früchten im Teig. Deshalb präsentiere ich euch heute:
Nummer 1: Mini Schoko-Gugelhupf mit frischen Feigen
und
Nummer 2: Mini Vanille-Gugelhupf mit frischen Johannisbeeren.


Beide Gugelhupfs (oder Gugelhupfe oder Gugelhüpfe??) sind fruchtig und super saftig. Der Teig lässt sich relativ schnell und auf alle Fälle einfach zubereiten.
Ein kleines Manko bei der Mini-Variante: Es ist eine ziemliche Fieselarbeit, den Teig in die Mini-Förmchen einzufüllen. Am besten funktioniert das, wenn ihr ihn vorher in einen Spritzbeutel mit großer Öffnung füllt und ihn dann vorsichtig einfüllt. 
Und hier kommen auch schon die Rezepte 


Das Rezept.

Schoko-Gugelhupf mit Feige 

(für etwa 18 Mini-Gugl)

Für den Teig:
50 g getrocknete Feigen
30 g Butter
30 g Zartbitterschokolade
30 g Puderzucker
1 Ei
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Zitronensaft
1 Prise Salz
20 g Mehl
20 g Maisstärke
1 TL Kakao 
1 EL Milch
sowie Butter zum Einfetten der Silikonform 

Für die Deko:
etwas Puderzucker
oder Schokoglasur zum Überziehen


Zubereitung
Backofen auf etwa 210 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Backform einfetten.

Getrocknete Feigen in kleine Stücke schneiden.
Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen und anschließend auskühlen lassen.
Ei mit Puderzucker, Salz, Abrieb von 1/2 Zitrone und Zitronensaft verrühren.
Schokolade-Butter-Mischung unterrühren.

Mehl, Maisstärke und Kakao mischen und über die Masse sieben. Vorsichtig unterheben. 
Zum Schluss die Feigenstücke unterheben.

Masse in die gebutterten Förmchen füllen (geht am besten mit einem Spritzbeutel) und 12 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.



Vanille-Gugelhupf mit Johannisbeere

(für etwa 18 Mini-Gugl)

70 g weiche Butter
60 g Puderzucker
Mark von 1/2 Vanilleschote
1 Ei
40 g Sahne
90 g Mehl
60 g frische Johannisbeeren
1 Spritzer Zitronensaft
Sowie Butter zum Einfetten der Silikonform


Zubereitung
Den Ofen auf 210 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Backform einfetten.

Die Butter mit dem gesiebten Puderzucker verrühren. Das Vanillemark hinzufügen. Das Ei unterrühren.
Die Sahne steif schlagen und unter den Teig heben. Das Mehl sieben und löffelweise unterrühren.
Die Johannisbeeren waschen und mit einer Gabel leicht klein drücken. Mit dem Zitronensaft vermischen und die Beeren unter den Teig heben. 

Mit einem Spritzbeutel den Teig in die Förmchen füllen und etwa 12 Minuten backen.

Die Gugl sollten nach dem Backen noch in der Form auskühlen und dann erst gestürzt 
werden. Fertig! 



Ganz zum Schluss gibt es auch noch eine klitzekleine und sehr schöne Nachricht in eigener Sache. Ja, als Journalist kommt man ganz schön rum. Und als Sportjournalist, wie Flo einer ist, auch mal zu prominenten Sportlern, klar :). In diesem Fall zu der bezaubernden Magdalena Neuner, ehemals erfolgreichste Biathletin Deutschlands und jetzt frisch gebackene Mama. Zu einem Interviewtermin haben wir als kleines Präsent unsere Mini-Gugelhupf-Variantionen dabei gehabt. Ihre Reaktion... naja, seht selbst.


Sind sie nicht süß? 

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Gugelhupfen! 
Eure Madeleine.

Kommentare:

  1. Süß sehen sie aus die Gugel und wie toll, dass sie sogar prominente Unterstützung bekommen :)

    Liebste Grüße

    Liv von Liv For Sweets

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  2. Danke liebste Liv, das freut mich sehr!
    Die liebsten Grüße, Madeleine.

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  3. Das ist echt ein tolles Rezept und ganz ohne Backpulver o.ä.
    Das muss ich bald mal nachmachen aber die trockenen wohl schnell bald aus oder?

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    1. Hallo Silke! Also bei mir sind sie, eingepackt in Alufolie, gute zweit Tage lang schön saftig und frisch geblieben. Spätestens am dritten Tag nach Backen würde ich sie aber essen. So lange haben sie bei mir aber ohnehin noch nie gehalten ;).
      Liebste Grüße, Madeleine.

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  4. Die sehen ja toll aus *-*
    Ich hab mir gerade auch so eine Form geholt, weil diese Mini-Gugels so unglaublich süß aussehen.
    Tust du in so kleine Kuchen generell kein Backpulver o.ä. rein, weil sie dann bei einer so kleinen Form zu sehr aufgehen oder ist das bei dem Rezept jetzt nur Zufall?

    Liebe Grüße
    Miss Cupcake von Gaumengenuss
    www.gaumengenuss.blogspot.de

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    1. Hallo Miss Cupcake,
      Vielen lieben Dank :). Ich habe bei so kleinen Formen eigentlich nie Backpulver verwendet, die Mini-Gugls gehen auch so ein wenig auf. Ich habe aber auch schon Rezepte mit Backpulver gesehen. Meist wird dann ein 1/2 teelöffel mit untergemischt. Aber wie gesagt: Ich persönlich halte das für unnötig.
      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!
      Liebste Grüße,
      Madeleine.

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    2. Auf jeden Fall. Vielen Dank für den Tipp. Ich werde ihn beim nächsten backen auf jeden Fall berücksichtigen.
      Liebe Grüße
      Miss Cupcake

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