Trarriiiiiii, traraaaaaa, der Herbst ist da! Wir starten unser [ganz spezielles] Herbst-Spezial

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Bei meinem letzten Post hat es sich schon angedeutet. Aber unser Spaziergang durch den Augsburger Stadtwald machte das ganze noch offizieller als offiziell: der Herbst ist da. Definitiv. Ohne Zweifel. Ohne doppelten Boden. Es war beinahe erdrückend schön, wie das herabgefallene Laub bei jedem Schritt unter unseren Schuhen knisterte. Und die Sonne ganz unbekümmert durch die rot gefärbten Blätter strahlte und uns an der Nase kitzelte - als ob sie sich für all die verregneten Sommertage entschuldigen wollte. 






Aber nicht nur die Sonne ist an diesen Herbst-Tagen besonders schön. Es ist die Luft, die so viel frischer duftet. Die Natur, die so viel schöner strahlt. Und die vielen vielen tollen Zutaten, die unsere Küche so viel außergewöhnlicher und bunter machen. Denn wie kaum eine andere Jahreszeit hat der Herbst eine Menge kulinarischer Höhepunkte zu bieten, ist abwechslungsreich und einfach wunderbar. Jetzt gibt es nicht nur Äpfel, Birnen und [die Herbstzutat schlechthin] Kürbis zu kaufen. Auf dem Markt locken Zwetschgen, Quitten, Kastanien, Mais, Nüsse oder Trauben. Natürlich können wir nicht alles zusammen in einen Topf werfen und daraus ein Rezept basteln [auch wenn wir das am liebsten tun würden]. 
Ab heute wollen wir euch aber ganz unverblümt unsere absoluten Herbst-Lieblinge vorstellen. Trommelwirbel und volle Konzentration: Die herbstliche Küchen[back]schlacht ist eröffnet. 



Den Anfang in unserem lustigen Herbst-Reigen macht - wie könnte es auch anders sein - der Kürbis. Kürbisse galten lange Zeit als Arme-Leute-Essen, feierten bei uns aber vor allem in den vergangenen Jahren ein bombastisches Comeback. 

Mein und vermutlich auch euer aller Liebster ist der Hokkaido-Kürbis. Ganz einfach weil ich finde, dass er am besten schmeckt - das Aroma ist nussig, ähnlich Maroni, und er hat eine sämige, samtige Konsistenz. Geschmacklich passt er sich vielen Richtungen an, harmonisiert aber besonders gut mit Ingwer, Curry oder Chili und kann etwa für Suppen, Aufläufe, als Brot, auf Flammkuchen oder einfach als Gemüse verwendet werden. Und der Knaller am Schluss: Das orangene Wundergemüse ist auch noch sehr gesund, enthält mehr Karotin als Rüben und hat wenig Kalorien... Schlemmen ohne schlechtes Gewissen ist also angesagt. Na wenn das mal keine guten Nachrichten sind!  

Seinen Namen verdankt der Hokkaido-Kürbis übrigens seiner ursprünglichen Heimat – einer gleichnamigen Insel in Japan. Die Inselbewohner züchteten ihn aus dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Amerikanern dort eingeführten Reisnusskürbis. Erst seit etwa 20 Jahren wird Hokkaido-Kürbis auch in Europa und bei uns in Deutschland angebaut und gehört inzwischen zu den beliebtesten Gemüsesorten im Herbst. 
Den Anfang meiner Herbst-Serie, Schwerpunkt Kürbis, mache ich heute mit einem absoluten Must-Have-Herbst-Kürbis-Basic! Ein leckeres Kürbis-Kartoffel-Püree, dass ihr als Grundlage für viele tolle Kürbisrezepte verwenden könnt. Etwa für Brot, Suppen oder, ganz klar, eben als Püree.







Das Rezept. 

Kürbis-Kartoffel-Püree [Basic]

Für das Püree: 
1 Hokkaido-Kürbis (etwa 350 g)
3-4 Kartoffeln (mehligkochend, etwa 250 g)

Zubereitung 

Hokkaido-Kürbis gründlich waschen und trockenreiben. In Viertel teilen und die Kerne mit einem Löffel herauslösen. Kartoffeln ebenfalls waschen, schälen und vierteln. 
Kartoffel- und Kürbisviertel (mit der Hautseite nach unten) auf ein Backblech legen und bei 220 Grad für etwa 30 Minuten im Ofen garen. 

Backblech aus dem Ofen holen und Kürbisse und Kartoffeln gut auskühlen lassen. 

Das Kürbisfleisch aus dem Kürbis löffeln und zusammen mit den Kartoffeln in einem schmalen, hohen Behälter mit dem Mixstab oder dem Kartoffelstampfer pürieren. Je nachdem, welche Konsistenz euer Püree haben soll. 
Wenn ihr wollt, könnt ihr die Hokkaido-Kürbisse auch mit Schale pürieren, die kann man nämlich mitessen. 

Zum Schluss füllt ihr das Püree in Einmachgläser. Im Kühlschrank hält es etwa eine Woche, dann solltet ihr es verwenden. 

Mein Tipp: Macht gleich eine größere Portion Kürbismus. Man kann es nämlich super gut einfrieren. Wenn ihr dann im Winter mal wieder Lust auf Kürbissuppe oder Kürbisbrot habt, könnt ihr es einfach auftauen und weiterverwenden.   

Das erste Rezept, wie ihr das Basic verwenden könnt, gibt es übrigens schon in den kommenden Tagen. So viel soll schon einmal verraten werden: Es wird lecker ;). 




In diesem Sinne, frohes Kürbis-Musen und wundervolle Herbsttage! 
Eure Madeleine. 

Kommentare:

  1. Ein ganz wunderbarer Beitrag! Herzlichen Dank dafür und ein erholsames Wochenende mit ganz viel FriedeFreudeundEierkuche <3

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    1. Danke danke danke! Das wünsche ich dir natürlich auch!
      Sonnige Zeiten und liebste Grüße,
      Madeleine.

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